Mo 4 Sep 2006
Rückblick auf den bisherigen Rohbau
Geschrieben von Thomas
in 1. Chronologisch, 3. Rohbau, Euro-Massivbausatz
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4 Wochen Baustelle (also aktive Beteiligung auf der selbigen) sind nun für uns vorbei. Wir haben viel geschwitzt und geflucht, allerdings unserer Meinung nach auch viel geschafft. Zeit also, einen ersten kritischen Rückblick auf die letzten Wochen und die geleistete Arbeit zu Riskieren.
Unsere wichtigste Erkenntnis nach diesen paar Wochen ist, dass der Hausbau nicht so leicht ist, wie wir uns das Gedacht haben. Natürlich war uns klar, dass die Arbeit kein Kinderspiel werden würde, allerdings haben wir nicht mit solchen körperlichen Belastungen gerechnet. Nun bauen wir schon mit einem Styropor Schalungssystem und uns tun dennoch vom ganzen Herumtragen, Sägen und Hämmern alle Knochen derart weh, dass wir froh sind jetzt erstmal durch zu sein. Teilweise gingen wir wohl alle weit über die Grenze der körperlichen Belastung hinaus, immer mit dem Blick darauf, dass wir ja bald durch sein würden.
Weiterhin müssen wir festhalten, dass der Umgangston auf der Baustelle doch recht weit unter die Gürtellinie gehen kann. Anfangs wundert man sich noch darüber wie erfahrene Bauarbeiter (z.B. der Bauleiter, welcher uns von Euro-Massivbausatz an die Baustelle geschickt wurde) spricht, später schüttelt man nur noch mit dem Kopf wenn dieser einen Spruch bringt wie “Die Ossis sind nur zum f****n gut” und damit auf Ivonne anspielt mit welcher dieser sich wohl nicht wirklich gut verträgt. Nun kann man drüber nachdenken wie es zu solchen Äusserungen kommt und sich darüber aufnehmen oder das ganze einfach abhacken und sich darüber freuen, dass ja alles bald vorbei ist – ich habe mich für zweiteres Entschieden.
Auch eigenartig ist, dass nur Leute von uns Fehler machen, der Bauleiter selbst ist unantastbar. Stellt dieser Steine falsch und bildet somit die Grundlage für die nächsten Schichten so weiss dieser später nichts mehr davon und macht, wie soll es auch anders sein, Ivonne dafür verantwortlich. Diese Geschichten könnte man nun Seitenweise weiterführen, aber was würde es nun bringen darüber zu schreiben, dass der Bauleiter während der Arbeit sein Bier trinkt oder während dessen andere Arbeiten in den Baumarkt fährt um Stehtische für die geplante Party am Wochenende zuhause zu kaufen. Nicht viel, deshalb tue ich es ja nicht ![]()
Wir müssen uns ausdrücklich bei unseren Helfern bedanken. Ohne die vielen helfenden Hände wäre das alles, was wir bis zum jetzigen Zeitpunkt geschafft haben, nicht möglich gewesen.
Auf Fragen wie: “Würdet Ihr das jetzt nochmal so machen?” antworten wir derzeit mit einem jein. Ja weil man stolz darauf sein kann sein eigenes Haus selbst zu bauen. Nein, weil es sicher mit dem gewählten Bauträger nicht die perfekte Wahl gewesen ist. Dieser selbst hält sich aus allem raus, war in der kompletten Zeit nur 1 mal für ca. 15 Minuten an der Baustelle. Fragen und Probleme müssen mit dem Bauleiter geklärt werden welcher sich darin stört, dass er zwischen 2 Stühlen steht und keine direkten Auskünfte gibt bzw. sich diese vorher telefonisch bestätigen lässt.
Aber was solls, wir haben unseren Teil des Rohbaus zum Grossteil abgeschlossen und können positiv auf die nächsten Wochen blicken…
Hier schon mal ein Blick ins Schlafzimmer (das Rohr ist der spätere Wäscheabwurfschacht, den Ivonne noch unbedingt haben musste)
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